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Von Birte Schlinkmeier | 4 Min. Lesezeit
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Es ist leider immer noch ein schambehaftetes Thema. Viele Frauen stellen die Scheidentrockenheit nicht in den Fokus. Weil ihnen andere Nebenwirkungen zunächst wichtiger erscheinen, nehmen sie sie zunächst als "Luxusproblem" wahr und trauen sich nicht, es anzusprechen - und leider sprechen auch viele Ärztinnen und Ärzte das Thema nicht von selbst an.
Ich würde sagen, 95 Prozent meiner Patientinnen haben eine extreme Vaginaltrockenheit. Erkannt wird sie aber oft spät, weil die Beschwerden nicht direkt mit der Therapie in Verbindung gebracht werden. Viele Frauen nehmen sie erst dann wahr – bis die Symptome so deutlich sind, dass sie den Alltag stark beeinträchtigen. Häufig fällt es erst bei Harnwegsinfekten oder beim Geschlechtsverkehr auf.
Bestimmte Krebstherapien – zum Beispiel eine hochdosierte Chemotherapie – führen fast immer zu Schleimhautschäden. Je früher man beginnt, dem entgegenzuwirken, umso besser ist es am Ende. Es lohnt sich, sich gleich zu Beginn an eine andere Pflegeroutine zu gewöhnen, sodass die Nebenwirkung gar nicht erst so schlimm wird. Das kann man sich vorstellen wie Zähneputzen: Wird es zur Routine, ist es selbstverständlich und schützt langfristig.
Am besten gleich mit hormonfreien Ovula wie Vulniphan® beginnen, am besten abends vor dem Schlafengehen. Das Ovulum hat dann genügend Zeit, um in Ruhe einzuwirken. Zusätzlich sind die Frauen gut beraten, auch im äußeren Genitalbereich 1–2-mal pro Tag eine dafür geeignete Creme aufzutragen. Für die Intimhygiene reicht lauwarmes Wasser oder eine milde, pH-neutrale Waschlotion und danach vorsichtig abtupfen. Viele Frauen sind es gewohnt, Intimrasuren durchzuführen. Der Rasierschaum mit chemischen Inhaltsstoffen für die Intimrasur aber auch gechlortes Schwimmbadwasser können reizen – deshalb anschließend immer abduschen, trocken tupfen und eincremen.
Eine ganz entscheidende. Gerade viele Brustkrebspatientinnen haben Hormonrezeptor-positive Tumoren und sollen alles Hormonhaltige meiden. Ich weiß, dass auch Mediziner und Medizinerinnen gerne Frauen Zäpfchen oder auch Cremes mit einem Hormonanteil verordnen. Das ist paradox, wenn man ihnen hormonhaltige Cremes empfiehlt. Und ich weiß ja nach meiner jahrelangen Erfahrung, dass sie es nicht müssen. Mit Vulniphan® haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht: Es ist hormonfrei, pflegt, brennt nicht – und hilft wirklich.
In den seltensten Fällen braucht es eine ärztliche Abklärung. Nach meiner Erfahrung leiden 99 Prozent der Patientinnen während oder nach einer bestimmten Therapie unter Vaginaltrockenheit. In Einzelgesprächen frage ich nach weiteren Symptomen. Wenn keine zusätzlichen Beschwerden vorliegen oder die Frauen gerade bei einer Nachkontrolle waren, ist klar: Es handelt sich tatsächlich „nur“ um Vaginaltrockenheit.
Sofort mit Ovula oder Gel beginnen. Ich weiß aus hundertfachen Quellen, dass Produkte gerne empfohlen werden, die in der onkologischen Situation nicht gut sind, weil sie extrem brennen. Umso wunder die Frau im Genitalbereich ist, umso mehr brennen bestimmte Inhaltsstoffe. Und das tut Vulniphan® nicht. Die Inhaltsstoffe der Ovula befeuchten, regenerieren und den Frauen gelingt es damit, wieder Ruhe hineinzubringen. Wichtig ist die konsequente Anwendung – so wie man auch trockene Lippen regelmäßig pflegt.
Die Ovula wirken von innen, sie spenden Feuchtigkeit und enthalten pflegende Inhaltsstoffe und helfen so der Schleimhaut, sich zu regenerieren. Das Gel wirkt von außen – ähnlich wie Lippenpflege. Beides gehört zusammen. Nur äußerlich reicht nicht – es braucht beides, innen und außen, weil die Schleimhäute zusammenhängen.
Ich wünsche mir, dass jede Frau eine Ärztin oder einen Arzt hat, die automatisch nach Vaginaltrockenheit fragen und hilfreiche Produkte empfehlen. Viele Frauen haben Hemmungen – dabei gibt es gute, hormonfreie Hilfe. Wichtig ist, die Scham zu überwinden und Beratung in Anspruch zu nehmen. Selbsthilfegruppen oder seriöse Informationsseiten können zusätzlich unterstützen
Birte Schlinkmeier ist Pflegeexpertin für Brusterkrankungen an einer Rehaklinik. Seit über 17 Jahren begleitet sie Patientinnen und Patienten in der onkologischen Rehabilitation und hat sich auf die Nachsorge bei gynäkologischen Beschwerden spezialisiert. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Intimgesundheit nach Krebstherapien, insbesondere bei Problemen wie Scheidentrockenheit, die häufig durch Chemo-, Strahlen- oder Antihormontherapien entstehen.
Birte ist bekannt für ihre praxisnahen Tipps und ihr einfühlsames Beratungsangebot, das Betroffenen hilft, ihre Lebensqualität zurückzugewinnen. Sie vermittelt Strategien zur Pflege, empfiehlt geeignete Produkte (z. B. Vaginalovula, Schutzsalben, Gleitmittel) und setzt sich für eine offene Kommunikation über Tabuthemen wie Sexualität nach Krebs ein. Neben ihrer klinischen Tätigkeit engagiert sie sich als MammaCare®-Trainerin, Skin Coach und Referentin für Fachvorträge.
Die Vulniphan® Produkte lindern die Beschwerden einer Scheidentrockenheit, spenden anhaltende Feuchtigkeit und schonen dabei das vaginale Mikrobiom. Vulniphan® Vaginalovula fördern die Regeneration und Wundheilung der Vaginalschleimhaut. Neben Hyaluronsäure als Hauptbestandteil enthalten die Vulniphan® Vaginalovula pflanzliche Inhaltsstoffe wie wundheilungsförderndes Tigergras, antientzündliche Ringelblume, antiviralen, antibakteriellen (bakterizid) und antimykotischen (fungizid) Aloe vera-Ölextrakt sowie Teebaumöl, welches antiseptische, bakterizide und fungizide Eigenschaften enthält. Das befeuchtende Vulniphan® Vaginalgel stellt eine gute Ergänzung zur akuten Linderung von Symptomen einer Scheidentrockenheit dar.
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Vulniphan® Vaginalgel und Vulniphan® Vaginalovula sind Medizinprodukte.
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